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Lehrprojekte


Didaktik des Literaturübersetzens mit TEI (2024-2025)

Mit Mitteln des E-Learning Förderfonds der HHU konnte Prof. Dr. Vera Elisabeth Gerling gemeinsam mit Dr. Belén Santana López von der Universidad de Salamanca ein Projekt zur Didaktik des Literaturübersetzens mit digitalen Selbstlerntools durchführen. 

Ziel war es, anhand kommentierter Textversionen von Ausgangstext und Übersetzung die Grundlage für eine einführende didaktische Einheit zum Literaturübersetzen zu schaffen. Dabei sollte durch die Kommentare eine Sensibilisierung für die Komplexität von Textanalyse und Übersetzungsentscheidungen ermöglicht werden.

In einem Co-Teaching-Seminar der beiden Dozentinnen mit Studierenden aus dem Master Literaturübersetzen wurde ein Ausschnitt aus Ramón J. Senders Roman Requiem por un campesino español und dessen Übersetzung von Thomas Brovot bearbeitet. Die dabei generierten Fragen und Kommentare wurden überarbeitet und mithilfe der Open Source-Software TEI (Text Encoding Initiative) in den Text eingearbeitet, sodass eine interaktive Oberfläche entstand.

Im Sommersemester 2025 konnten Studierende des Masters Literaturübersetzen erstmals mit dem Selbstlerntool arbeiten und Rückmeldung dazu geben. 

Für weitere Details und Informationen, klicken Sie gerne auf das Poster zur Vergrößerung. 


Éxodos - vidas take away: Theaterübertitelung und Aufführung (Wintersemester 2024/25)

Im Wintersemester 2024/25 konnte dank Qualitätsverbesserungsmitteln der HHU ein Seminar unter Leitung der renommierten Theaterübersetzerin Franziska Muche stattfinden, bei dem Studierende aus den Fächern Literaturübersetzen, Romanistik und Transkulturalität Einblick in die Grundlagen des Theaterübersetzens und -übertitelns erhielten. 

In Gruppenarbeit erstellten die Studierenden die Übertitel für das Stück Éxodos - vidas take away (Exodus - Leben zum Mitnehmen) des Kölner Theaterkollektivs Meraki, das sich mit den Schicksalen von Flüchtenden aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern auseinandersetzt. In enger Zusammenarbeit mit der Regisseurin Eva Hevicke und der Autorin Renata Solleiro setzten sich die Studierenden mit der humanitären Situation vor Ort, den Eigenheiten regionalspezifischer Dialekte und den technischen Herausforderungen des Übertitelns im Theater auseinander. 

Bei einer szenischen Lesung im Haus der Universität am 11. April 2025 konnten die Studierenden das “Titelfahren” bei einer Theatervorstellung erproben und in einer Diskussionsrunde eigene Eindrücke und Lerneffekte vorstellen. 

Diese Mitarbeit an der Inszenierung eines konkreten Stücks im engen Austausch mit Vertreter*innen aus der Praxis bietet den Studierenden Einblicke in eine spannende berufliche Tätigkeit in der Theaterbranche und ermöglicht ihnen ein erstes Netzwerken.

Weitere Details und Informationen erhalten Sie auf der Projektseite.


Literaturübersetzen in Zeiten von KI (2024)

Für das Lehrprojekt „Literaturübersetzen in Zeiten von KI" kamen im November 2024 spanische und deutsche Studierende an der Universidad de Salamanca zusammen, um sich eine Woche lang mit den derzeitigen Chancen und Herausforderungen der KI für das Literaturübersetzen zu befassen.

Betreut wurden sie neben Prof. Dr. Vera Elisabeth Gerling (HHU) und Dr. Belén Santana (Universidad de Salamanca) auch von den Berufsübersetzer:innen Friederike von Criegern und Iban Zubiaur. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite

 

 


Travelling concepts: Blockseminar zum Existentialismus an der Universität Leipzig (2024)

Im Wintersemester 2023/24 fand ein interdisziplinäres und interuniversitäres Seminar statt, das von Dr. Svantje Guinebert (Universität Leipzig) und Prof. Dr. Vera Elisabeth Gerling (HHU Düsseldorf) geleitet wurde. Unter dem Titel „Existenzphilosophisches Denken und Schreiben über Einzel- und Sprachgrenzen hinweg“ sollte erkundet werden, wie sich die philosophische Richtung des Existentialismus übernational und historisch entwickelt hat, wie also Konzepte dieser Denkrichtung durch die Aufnahme in anderen kulturellen Kontexten oder auch beim Transfer von Theorie zu Literatur sich als „travelling concepts“ verwandeln. Der Schwerpunkt lag dann auf den theoretischen und literarischen Schriften von Jean-Paul Sartre, Albert Camus und Simone de Beauvoir.

In der ersten Phase des Seminars wurden in Leipzig und in Düsseldorf Grundlagen der Existenzphilosophie erarbeitet, wobei in Leipzig der Schwerpunkt auf den philosophischen Texten lag, in Düsseldorf mehr auf den literarischen. Zwei online-Treffen ermöglichten ein erstes Kennenlernen und einen inhaltlichen Austausch zwischen den Gruppen. Am Ende trafen sich dann beide Gruppen in Leipzig: Eine bunte Mischung aus B.A. und M.A. Das Seminar fand in der Bibliotheca Albertina, der Leipziger Universitätsbibliothek statt. Beim ersten Kennenlernen wurde Lego Serious Play zum Einsatz gebracht, ein neues Format, zu dem die Düsseldorfer Hochschuldidaktik SELL Fortbildungen anbietet. So konnte schon in lockerer und spielerischer Weise z.B. über die Situation im Park, wie sie von Sartre in seinem philosophischen Werk L’être et le néant erzählt wird, ein erster Zugang zur gemeinsamen Arbeit über Existenzphilosophische geschaffen werden. Ein guter Start in zwei intensive Seminartage, bei denen online zu Gast war Dr. Oliver Victor von der HHUD mit einem Vortrag zu Albert Camus‘ Frühwerk.


Blended Learning auf ILIAS im Basismodul Literaturwissenschaft Französisch (WiSe 2022/23)

Im Wintersemester 2022/23 war Prof. Dr. Vera Elisabeth Gerling Projektleitung für ein Blended-Learning-Modul für Studierende im ersten Semester des BA-Studiengangs Romanistik. Für das Basismodul Literaturwissenschaft Französisch, bestehend aus einer Überblicksvorlesung zur französischen Literatur- und Kulturgeschichte und der Einführung in die französische Literaturwissenschaft wurde ein E-Learning Kurs erstellt, der zur asynchronen Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung dienen soll. Bei einem eventuell notwendigen Wechsel in die online-Lehre können diese Module ebenfalls den asynchronen Teil eines Inverted-Classroom-Konzepts bilden. Auch zum Nachholen verpasster Lehrveranstaltungen eignen sich die Bestandteile des Kurses. So erlaubt die Gestaltung dieser Inhalte den TeilnehmerInnen mehr Flexibilität beim Lernen, beispielsweise für Studierende mit Kind.

Auf der Plattform ILIAS wird ein Reader mit allen notwendigen Texten, Vorlesungsfolien und Screencasts zur Verfügung gestellt. Weiterhin werden den Studierenden dort Leitfragen für die Analyse der Primärtexte an die Hand gegeben und schließlich können sie Tests zu jedem behandelten Thema zur semesterbegleitenden selbstständigen Lernkontrolle (Self-Assessment) sowie zur Klausurvorbereitung nutzen.

Somit stehen all diese Inhalte jetzt für den langfristigen Einsatz zur Verfügung.

Für weitere Details und Informationen klicken Sie auf das Poster zur Vergrößerung oder schauen Sie gerne in den Projektbericht.


Forschendes Lernen im Archiv des Heinrich-Heine-Institut zu Hans Stilett

im Rahmen des Seminars „Que sais-je? Michel de Montaigne: Rezeption und Übersetzung“ (SoSe 2021)

Im Sommersemester 2021 widmete sich PD Dr. Vera Elisabeth Gerling gemeinsam mit ihren Masterstudierenden im Rahmen des Seminars „Que sais-je? Michel de Montaigne: Rezeption und Übersetzung“ dem Nachlass des Montaigne Übersetzers Hans Stilett. Eine umfängliche und teils eigenständig von den Studierenden durchgeführte Recherchearbeit fand im Rheinischen Literaturarchiv im Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf statt, in dem Stiletts Nachlass in Form von Büchern, Briefen, Manuskripten und Notizen lagert. 

Durch das forschende Lernen in Kombination mit theoretischen Überlegungen zu Rezeptionshistorie und Übersetzungsvergleichen wurde verdeutlicht, welchen Einfluss Übersetzungen auf den Wissenstransfer haben. Die praktische Recherchesituation bot Studierenden eine besonders eingehende Auseinandersetzung mit dem Lebenswerk eines sehr produktiven Übersetzers, insbesondere seiner Arbeitsweise. Dadurch, dass Stiletts Nachlass bisher nicht wissenschaftlich erschlossen wurde, bot die eigenständige Arbeit den Masterstudierenden zudem viele Anknüpfungspunkte zur Themenfindung für Hausarbeiten oder etwaige zukünftige Forschungsvorhaben wie Masterarbeiten.

Für weitere Informationen lesen Sie hier ein Interview mit Vera Elisabeth Gerling, in dem sie ausführlich die Fragen des SELL in ihrer Interviewreihe „Lehre auf Tiefgang” zu Kursinhalt, Forschendem Lernen und mehr beantwortet.


„Blick in die Zukunft – Gegen das Vergessen. Kurzgeschichten aus afrikanischen Kontexten“ (2020-2022)

Dieses Projekt der Literaturreihe stimmen afrikas / Allerweltshaus Köln e.V. und des Studiengangs Literaturübersetzen setzte es sich zum Ziel, Autor_innen in den Fokus zu rücken, die aus dem Raster westlicher Rezeptionserwartungen fallen. So soll die Wahrnehmung verschiedener afrikanischer Kontexte um einige Nuancen und Facetten erweitert und nicht zuletzt die Bedeutung der Interdependenzen zwischen afrikanischen und westlichen Kulturen beleuchtet werden. „Blick in die Zukunft – Gegen das Vergessen“ versteht sich somit als Versuch einer transkulturellen Auseinandersetzung mit Afrika in Europa. Konkret fassbar wird diese Auseinandersetzung in der Arbeit des Übersetzens.

Teil des Projekts, das von Vera Elisabeth Gerling, Birgit Neumann und Eva Ulrike Pirker initiiert und durchgeführt wurde, waren Vorträge, Lesungen und Workshops mit sechs AutorInnen aus afrikanischen Kontexten – bedingt durch die Coronapandemie größtenteils online oder hybrid. Den Abschluss bildete die Publikation einer dreisprachigen Anthologie unter dem Titel Timescapes – aller-retour. Erzählungen aus afrikanischen Kontexten, mit Übersetzungen der Studierenden aus dem Masterstudiengang Literaturübersetzen an der HHU. Diese ist im Juni 2022 im C. W. Leske Verlag erschienen.

Das Projekt wurde von der Kunststiftung NRW gefördert.

Weitere Informationen finden sich hier.


Gestaltung einer Vitrine zur Ausstellung „Ideen! Zur Straße der Romantik und der Revolution“ (Herbst 2029)

Die Ausstellung fand vom 15. September bis 24. November 2019 im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf statt. Sie war als partizipatives Projekt unter der Beteiligung von Studierenden, Schülerinnen und Schülern, Vereinsmitgliedern und weiteren Interessierten organisiert. Ein Teil der Exponate und Erläuterungen stammte von Studierenden der Heinrich-Heine-Universität (Masterstudiengänge Romanistik und Literaturübersetzen), die im Rahmen eines Seminars unter der Leitung von PD Dr. Vera Elisabeth Gerling Themen zu „Spanien als Projektionsort für die deutsche Romantik“ erarbeitet haben: Für die deutsche Romantik, beginnend mit der Spanienbegeisterung der Gebrüder Schlegel, bildet die spanische Kultur des Mittelalters und der Siglos de Oro eine beliebte Projektionsfläche für romantische Ideen.