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Aktivitäten


Lehr- und Forschungsveranstaltungen

Prof. Claus Ehrhardt (Universität Urbino) und Prof. Elmar Schafroth werden im Wintersemester 2021/2022 ein gemeinsames sprachwissenschaftliches Online-Seminar für Bachelor-Studierende in Urbino und Düsseldorf (Germanistik bzw. Italianistik) zum Thema Sprechakte im öffentlichen Raum – ein Vergleich zwischen Italien und Deutschland (Atti linguistici in spazi pubblici. Un confronto tra Italia e Germania) durchführen. Dieses Seminar ist Teil eines vom Istituto italiano di Studi Germanici in Rom für die Jahre 2021 und 2022 geförderten Projekts, das unter anderen auch eine themenbezogene Forschungstagung in Urbino (2021), eine Abschlusstagung mit Studierenden in Urbino (2022) und die Finanzierung einer wissenschaftlichen Hilfskraft für die deutsche Seite (Romanistik IV, HHU) über 15.000 € pro Projektjahr umfasst.

Partnerschaftskolloquium zwischen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Universität Neapel (Università degli Studi Federico II) zum Thema „Gruppe und Identität in Raum und Zeit“

Im Mai oder Herbst 2021 wird an der Heinrich-Heine-Universität zum 18. Mal das Partnerschaftskolloquium zwischen Düsseldorf und Neapel stattfinden, dessen Geschichte bis in das Jahr 1982 zurückreicht. Der letzte wissenschaftliche Austausch zwischen beiden Universitäten fand am 7. und 8. November 2016 an der Universität Neapel zum Thema Natur und Kultur in den Geisteswissenschaften (vgl. den gleichnamigen Tagungsband, hg. v. Elmar Schafroth, Nora Wirtz und Domenico Conte, Oberhausen (Athena), 2019).
  
Das Thema des anstehenden Kolloquiums ist „Gruppe und Identität in Raum und Zeit“. Acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Universität Federico II werden sich zusammen mit acht Kolleginnen und Kollegen der HHUD über dieses Thema aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln in deutscher oder italienischer Sprache (mit Zusammenfassungen in der jeweils anderen Sprache) austauschen.

Ziel der von Elmar Schafroth (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Carmen Mellado Blanco (Universidade de Santiago de Compostela)

und Fabio Mollica (Università degli Studi di Milano) organisierten Tagung "Kollokationen und Phrasem-Konstruktionen im Fremdsprachenunterricht war die Verknüpfung der Phraseologie und der Konstruktionsgrammatik aus der Sicht des Fremdsprachenunterrichts. Den Schwerpunkt der Tagung bildeten dabei die (kontrastive) Beschreibung von Kollokationen und Phrasem-Konstruktionen und deren Umsetzung in der Fremdsprachendidaktik des Deutschen, Italienischen und Spanischen, wobei eine vergleichende romanisch-deutsche Perspektive angestrebt wurde.

Durch die internationale Forschungszusammenarbeit der Vortragenden wurde ein wichtiger Beitrag für die weitere Erschließung der bisher verhältnismäßig wenig erforschten Schnittstelle zwischen Phraseologie und Konstruktionsgrammatik im Deutschen, Italienischen und Spanischen geleistet.

Die hieraus hervorgegangenen Tagungsbände erscheinen 2021 bei Peter Lang (zu den Kollokationen) und bei de Gruyter (zu den Phrasem-Konstruktionen) und werden von C. Mellado Blanco, F. Mollica und E. Schafroth herausgegeben.

Lehrprojekte

Ein Studierendenaustausch mit der Wirtschaft

Das Projekt Sprachexport Romanistik im Rahmen der Bürgeruniversität hat zum Ziel, eine Kooperation zwischen lokal ansässigen Wirtschaftsunternehmen, Stiftungen und (Non-Profit-) Organisationen mit Projekten oder Handelsbeziehungen im romanischen Sprachraum und dem Institut für Romanistik zu schaffen. Diese Zusammenarbeit gestaltet sich wie folgt: Studierende der Romanistik unterrichten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweiligen Unternehmen in den Fremdsprachen Französisch, Italienisch und Spanisch. Der Schwerpunkt kann hierbei auf der Geschäfts- und Handelssprache liegen, wobei jedes andere fremdsprachliche Niveau ebenfalls bedient werden kann ‒ vom Anfänger, der Grundkenntnisse für die alltägliche Konversation mit den ausländischen Geschäftspartnern benötigt, bis zum Sprachprofi, der seine Sprachkenntnisse auf ein verhandlungssicheres Niveau anheben möchte.

Vorteile für die Studierenden

Als Studierende der Romanistik werden Sie in einem Workshop zum Thema Didaktik professionell auf die Lehrtätigkeit vorbereitet, in dem Sie Ihre bislang erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten aus dem Studium vertiefen. Die Teilnahme hieran wird Ihnen zertifiziert; zudem kann Ihnen das Abhalten eines Sprachkurses mit 2 CP im fächerübergreifenden Wahlpflichtbereich angerechnet werden. Außerdem erhalten Sie die Möglichkeit, Kontakt zu lokalen Wirtschaftsunternehmen, Stiftungen und (Non-Profit-) Organisationen herzustellen. Die Kooperationspartner bieten den Studierenden der Romanistik im Gegenzug einen Praktikumsplatz, einen Nebenjob oder ein Volontariat an, in denen studienbegleitend Berufserfahrung gesammelt und der Berufseinstieg vorbereitet werden kann.

Vorteile für die Kooperationspartner

Der Austausch bietet für die Unternehmen, Stiftungen und Organisationen Vorteile in mehrfacher Hinsicht: Durch den Spracherwerb kann die Kommunikation mit Handelspartnern und Kunden aus dem romanischen Sprachraum direkt in der Fremdsprache erfolgen, was sich positiv auf die internationalen Geschäftsbeziehungen auswirken kann. Darüber hinaus knüpfen die Partner Kontakt zu leistungsstarken und motivierten potenziellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und profitieren insgesamt durch die Vernetzung mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer.


Exkursionen

Belgien (2010)

Am 19. und 20. Mai 2010 fand im Rahmen des Seminars "Dialekte in Frankreich und Belgien" eine Exkursion mit 20 Personen nach Ostwallonien (Malmédy, Stavelot, Lüttich) statt. Hauptthema war das Wallonische (Dialekt und Französisch in Wallonien, geolinguistische Gliederung, Hauptmerkale des Wallonischen, Atlas linguistique de la Wallonie u.a.), wozu es Vorträge in Malmédy und an der Université de Liège gegeben hat. Selbstverständlich wurden auch Simenon in Lüttich und weitere kunsthistorisch bedeutsame Stätten in den drei bereisten Orten mit einbezogen.


Florenz (2009)

Die Questione lingua

Vom 16. bis 22. Mai 2009 unternahm der Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft unter Leitung von Prof. Elmar Schafroth und Dott.ssa Carla Tabaglio eine Exkursion mit 8 Studierenden der Italianistik nach Florenz und Arezzo. Die Exkursion wurde zum großen Teil aus Studienbeitragsmitteln finanziert.

Das Rahmenthema der Veranstaltung war die Questione della lingua. Aus dieser Perspektive wurden zahlreiche Stätten und Dokumente des 14. bis 16. Jahrhunderts besichtigt, die direkt oder indirekt mit dem berühmten Sprachdiskurs zu tun hatten: Casa di Dante, Accademia della Crusca (inkl. Sala delle Pale, Biblioteca), Battistero di San Giovanni, Santa Maria del Fiore, Dommuseum, Palazzo Vecchio, Giardino di Boboli, Palazzo Pitti, Cappelle Medicee, Basilica di San Lorenzo, Santa Maria Novella, Santa Croce, Opificio Pietre Dure, Università di Firenze, Uffizien u.a. in Florenz; Casa di Petrarca, Chiesa di Badia, San Domenico, Duomo di Arezzo, San Francesco mit Cappella Bacci, Santa Maria della Pieve, Palazzo delle Logge, Casa Vasari u.a. in Arezzo.

Verantwortlichkeit: