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DFG-Projekt "Die frühe Rezeption der Phänomenologie in Spanien und Lateinamerika" (BUW)

Dr. Guillermo Ferrer

Herr Dr. Guillermo Ferrer, der in der Bergischen Universität Wuppertal im Fach Philosophie tätig und schon an mehreren Aktivitäten an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf beteiligt war, u.a. mit dem Aufsatz "Wutpilger-Streifzüge: Imágenes poéticas de la Conquista de Latinoamérica. Paul Celan, lector de Bartolomé de Las Casas", in: iMex. México interdisciplinario. Interdisciplinary Mexico, 11 (2017/1), 175-186, hat seine eigene Stelle mit dem DFG-Projekt "Die frühe Rezeption der Phänomenologie in Spanien und Lateinamerika" eingeworben.

Das Projekt zielt darauf ab, einerseits die Rezeption der deutschen Phänomenologie von Edmund Husserl und seinen Nachfolgern in Spanien und Iberoamerika nachzuzeichnen, andererseits diese Rezeption in ihrer Wirkung auf eine aktuelle, interkulturelle Philosophie Lateinamerikas darzustellen. Den zeitlichen Rahmen bilden die 1920er bis 1970er Jahre, in denen nicht nur die ersten Monographien über Edmund Husserl, Martin Heidegger, Max Scheler und Nicolai Hartmann u.a. auf Spanisch verfasst wurden, sondern in denen es auch Versuche gab, die phänomenologische Methode als ein für das Verständnis und die Erneuerung der iberoamerikanischen Philosophie und Kultur geeignetes Instrument zu nutzen. Das Denken der iberoamerikanischen Philosophen soll mittels einer kommentierten Anthologie einem deutschsprachigen Publikum vermittelt werden. Es handelt sich bei diesem Projekt um mehr als nur eine philologische und historische Untersuchung der Aufnahme der deutschen Phänomenologie in Iberoamerika - diese Rezeption soll im Hinblick auf die Ausbildung einer spezifisch iberoamerikanischen Philosophie und deren Beitrag für das Programm der Konturierung einer kulturellen Identität untersucht werden.

Herr Dr. Ferrer promovierte im Fach Philosophie an der Bergischen Universität Wuppertal unter der Betreuung von Herrn Prof. Dr. László Tengelyi († 2014) über "Protention und Urimpression. Elemente einer Phänomenologie der Erwartungsintentionen in Husserls Zeitphänomenologie". Mehrere Gastdozenturen führten ihn u.a. an das Mitteleuropäische Institut für Philosophie der Karls-Universität in Prag und die Universidad del Valle (Calí, Kolumbien). In seiner PostDoc-Phase war er Hilde Domin Stipendiat des Deutschen Literaturarchivs in Marbach mit dem Projekt "Dichterische Bilder der Conquista Lateinamerikas. Paul Celans Lektüre von Bartolomé de Las Casas". Seine neue Stelle wird ab dem Wintersemester 2017/18 dem Arbeitsbereich von Prof. Dr. Gerald Hartung zugeordnet sein.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenUniv.-Prof. Dr. Frank Leinen