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Tagung: Physiognomien des Lebens. Anthropologie, Medizin, Kultur (12.-14.09.2018)

Die Physiognomik ist eine Denkweise, die vor allem in den Naturwissenschaften des 19. Jahrhunderts verbreitet war. Sie ging von der Annahme aus, dass sich anhand von körperlichen Merkmalen Rückschlüsse auf den Charakter eines Menschen ziehen lassen. Bis heute tritt die Physiognomik latent als gedankliche Matrix auf, etwa unter dem Deckmantel der algorithmengestützten Datenanalyse oder in Form einer Typisierung von Menschen, die in sozioökonomische Prozesse einfließt. Die Vorträge analysieren die gesellschaftspolitischen Implikationen dieser Entwicklung und bieten vonseiten der Philosophie, Wissenschaftstheorie, Ästhetik, Kultur- und Literaturwissenschaft eine biopolitische Lektüre des physiognomischen Denkens, die über dessen traditionelle Lesart hinausgeht.

Tagungsort: Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf

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Veranstalter: Prof. Dr. Vittoria Borsò (Düsseldorf), Jun.-Prof. Dr.
Sieglinde Borvitz (Düsseldorf), Prof. Dr. Michele Cometa (Palermo),
Dr. Antonio Lucci (Hannover), Dr. Luca Viglialoro (Düsseldorf)

Kontakt:
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Romanistik,
Universitätsstraße 1, D - 40225 Düsseldorf
Tel.: 0211 81-12128 / 81-15947
E-Mail: team-borvitz(at)phil.hhu.de

Responsible for the content: E-MailUniv.-Prof. Dr. Frank Leinen